Eine Ode an Zürich

Der Bericht über die Schoppingmeilen Zürichs – übersichtlich unterteilt in die spannendsten Quartiere der Limmatstadt.

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Das Stadtgebiet von Zürich wurde vor über 100 Jahren in 12 Kreise aufgeteilt. Die Shoppingtour nach Charakter dieser Kreise zu planen ist aber ein Fehler, denn die Spannendsten Boutiquen und Stores liegen irgendwo dazwischen – Einige an Strassen, die seit jeher als Shoppingmeilen gelten, wie die Bahnhofstrasse, andere an erst neulich entstandenen Hotspots, wie die Viaduktbögen oder die noch entstehende Europaallee. Wer sich aber nur nach solchen Destinationen orientiert verpasst das meiste, denn die wirklich interessanten Orte liegen meist nur wenige Gehminuten entfernt in einer Seitenstrasse oder Versteckt um eine Ecke. Eine kurze Einführung:

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Bahnhofstrasse – Kreis 1

Die Bahnhofstrasse ist fest in Händen der Textil Riesen, grossen Brands und Retailern – wer nach speziellen Läden sucht der muss aber nur wenige Schritte weg von der meist hoffnungslos überfüllten Strasse gehen und stösst auf komplett einzigartige Ladenkonzepte mit Seele und Handwerkskunst. Vom Hauptbahnhof her also nicht in die Bahnhofstrasse einbiegen, sondern eine Strasse weiter, in die Lintheschergasse. Bei Roma Shoes stehen in minimalistischer Atmosphäre unzählige Schuhe von kleineren Europäischen Marken und Kollaborationen mit den angesagtesten Designern. Jeder Schuh erzählt eine Geschichte. Dasselbe für Kleider findet man in der Schwester Boutique Boutique Roma ein paar Schritte weiter an der Pelikanstrasse.

Auf dem Weg dorthin am besten weiterhin von der Bahnhofstrasse fernbleiben und mit einem kleinen Umweg bei The Gallery vorbei. Hier den Einkauf von etwas bekannteren Brands verbinden mit einem gesunden Smoothie von der ladeneigenen Juice-Bar. Wen es trotzdem an die Touristenmeile zieht geht am besten bei Modissa vorbei. Eines der wenigen verbleibenden Schweizer Modeinstitutionen an bester Lage, inklusiv Rooftopbar um sich nach Umkleidekabinen Marathon auszuruhen.

Als Tourist soll man sich die Kuttelgasse nicht entgehen lassen für den perfekten “Picturestop”. Oben angekommen aber nicht umkehren sondern weitergehen, denn in den engen Gassen zwischen hier und Limmat verstecken sich ein paar Perlen. Eine weitere Zürcher Institution ist der Fidelio women beim Münzplatz – eine Herrenfiliale ist an der naheliegenden Nüschelerstrasse eingemietet.

Um die St. Peterskirche liegen zudem Salvatore Schito – italienischer Touch, Sibler – Alles für Küche und Haushalt, Maison Gassmann – moderne Schlichtheit, kombiniert mit Klassikern und Maud – moderne kleine kleine Labels mit 60er-Einschlag. Weiter Richtung See liegt das Spitzenhaus – nur schon die Architektur und das Interieur der Boutique für Premium Care & Fine Fragrances ist ein Besuch wert.

Weitere Läden, links und rechts der Bahnhofstrasse: AP&CO, Deecee Style, Benci Brothers, Paradis des Innocents, Landolt & Arbenz, G31.

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Kreis 4 – Europaallee bis Kalkbreite

Der Kreis 4 – oder Chreis Cheib – wird oft auf die Langstrasse und Umgebung reduziert – noch immer lastet der Szene ein anrüchiger Name nach. Der ganze Kreis ist aber so divers wie die Stadt selbst. Die Gentrifizierung ist in vollem Gange. Am eindrücklichsten prallen bei der Hohlstrasse die Gegensätze aufeinander. Dort treffen die hohen Glaskuben der neuen Europaallee auf den Multi-Kulti Schmelztiegel der Langstrasse. Auf beiden Seiten gibt es aber interessante Shops. Schlicht und international wie die Europaallee selbst gibt sich Kevin in the Woods, designer outdoor wear für urbane Stadtfüchse.

Der moderne Dandy geht zu Kenner an der Müllerstrasse und lässt sich mit Tweed Anzug, Hut und Gehstock ausstatten. An der Grüngasse liegt der erste Shop von VIU, dem inzwischen international bekannten Schweizer Brillenlabel.

Zwischen Stauffacherplatz und Kalkbreite entlang der Badenerstrasse – einer der längsten Strassen der Stadt – findet man unzählige Shopping Juwelen: Making Things – Frauen Fashion und Accessoires, Obbjekt – Vintage möbel und Interior Design, Street-Files (zweite Filiale am Viadukt im Kreis 5) – Fashion fürs junge, urbane Publikum, QWSTION Invites – Flagship Store der Schweizer Taschenmarke mit Platz für kleine Brands, Norkind – alltägliche Dinge für Gross und Klein.

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Kreis 5 – Hauptbahnhof bis Viadukt

Der Weg vom Hauptbahnhof in Richtung Bahnhof Hardbrücke ist eine Art Zeitreise. Bindeglied vom Museum für Gestaltung bis zu den Viaduktbögen die zum alten Bahnhof Letten führen ist die Josefstrasse. Sie verbindet über 100 Jahre alte Alleen und Häuser mit den neuen Hochhäusern im ehemaligen Industriegebiet um Maag Areal und Escher-Wyss-Platz. Gleichzeitig ist die Strasse ideal für eine kleine Shopping-Tour. Nur 100 Meter vom Hauptbahnhof liegt Beige, Männer- und Frauen Boutique gegenüber voneinander – Schweizer Fashion und Interiordesign. Ein paar Schritte weiter bietet Asandri auf wenigen Quadratmetern elegante Kleidung für die Frau. Auch kulinarisch hat es die Strasse in sich. Asiatisches aus Macau bei Wesley’s Kitchen, modern und lokal im Josef oder Fleisch und Wurst bei zum Fink. Gegenüber von genau jenem Restaurant liegt Dotti’s, wo Vintage Liebhaber auf ihre Kosten kommen. Auf einer Bank beim Röntgenplatz eine kurze Pause einlegen und dann weiter Richtung Viadukt.

Der alte Viadukt zieht sich wie ein Rückgrat durch den Kreis und dient zugleich als eine Art Trennlinie für den alten und neuen Teil des Quartiers. Noch immer fahren gelegentlich Züge über die Geleise. 2010 Wurde mit dem Umbau der Bögen und Nutzung als Raum für Kultur- und Detailhandel eine neue Shoppingmeile ins Leben gerufen. Am unteren Ende bieten regionale Delikatessenhändler, Bäckereien, Metzgereien und Fischhändler alles für Gaumen an. Das Restaurant Markthalle verarbeitet die Köstlichkeiten in beste Gerichte.

Eine Vielfalt an Boutiquen machen den Viadukt schon fast zum Tagesausflug – so viel gibt es zu sehen und entdecken. Sibler hat hier eine zweite Filiale (die erste beim Fraumünster im Kreis 1), Kitchener – Design Boutique aus Bern – bietet alles von Kleidern bis zu Küchenutensilien, Street-Files (ebenfalls eine zweite Filiale, die erste im Kreis 4 an der Badenerstrasse) verkauft Labels wie z.B. Sandqvist – alles für die urbane, junge Kundschaft. Bei The Chair findet man eklektisches Interior Design – z.B. Tom Dixon, HAY oder Moooi.

Der Cabinet Store ein paar Schritte weiter bietet das Pop-In-Store Konzept an: heisst der Laden erfindet sich immer wieder neu. Ein Aufwändig kuratiertes Angebot von Kleidern, Interior-Accessories und sonstigen Kuriositäten. Am oberen Ende des Viadukts noch etwas für die Velo-Liebhaber. Bei Velonauta findet man nicht nur Velos von Schindelhauer und Bella Ciao sondern auch jeglichen Zubehör von Brooks oder Pedaled. Wer am Ende angekommen ist, und noch nicht am Ende ist, findet weitere einzigartige Shops an der Geroldstrasse, inklusive urbanem Garten mit eigenem Restaurant im Frau Gerold’s Garten. Wer dort keinen Platz mehr findet setzt sich ein paar Meter nebenan auf die Josefswiese.

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Das Seefeld

Das Seefeld ist vor allem im Sommer ein Hotspot für Stadtbummler und Touristen, von wo aus ein Sprung in den kühlen See nur ein kurzer Spaziergang entfernt ist. Das Quartier bietet aber auch in den kühlen Jahreszeiten vieles. Entlang der Seefeldstrasse tummeln sich seit jeher Designer Secondhand Läden und kleine Inhabergeführte Boutiquen mit eigenem Charme.

Der Anfang macht der Monadico Concept Store. Das Angebot ein Mix aus Fashion, Accessories und Interior – Neue junge labels gemischt mit Vintage Unikaten aus aller Welt. Gleich nebenan gibt es den vielleicht besten Sushi von Zürich. Beim Ginger wird mit leidenschaftlichem Understatement roher Fisch von höchster Qualität aufgetischt.

Ein paar Schritte weiter bietet Stereo Fashion ebenfalls modisches Understatement für Frau und Mann – Labels wie Drykorn, Circolo, 7 for all Mankind und Closed bieten Fashion für Alltag sowie auch den ganz speziellen Anlass.

Bei Frohsinn by Atelier Zürich hat man beim Eintreten in den Laden das Gefühl man ist in einem Kolonialwarenladen aus dem frühen 20. Jahrhundert gelandet. Kissen mit Palmenmuster, orientalische Raumdüfte würzen die Luft, edle Hölzer und Keramik aus aller Welt. Die wilde Eleganz des Ladens überrascht nicht, denn die Schöpferinnen von Atelier Zürich sind ebenfalls verantwortlich für das Interior Design des Restaurant Razzia – ein weiteres kulinarisches Juwel im Seefeld – sowie den weit über die Schweizer Grenzen bekannten Sternen Grill beim Bellevue.

Vielfach nennt sich “Das kleine Design Shopping Center”. Das Konzept ist einfach, unabhängige Schweizer Designer haben die Möglichkeit Ihre Produkte im Laden auszustellen und zu verkaufen. Der Laden wird so zum spannenden Mix aus Accessoires für die Inneneinrichtung – Gadgets für den Alltag und Mode. Ein paar Schritte weiter bietet Golden Carrot Schuhwerk für die Frau. Für Schuhe des Labels Chie Mihara kommen Kunden nicht nur aus der Limmatstadt in den hübschen Laden.

Gleich beim Bahnhof Tiefenbrunnen – fast am Ende der Seefeldstrasse – entstand vor kurzem das Kornsilo. Die alte Mühle beherbergt das Mühle Museum Mühlerama sowie das neu eröffnete Kaffee Kornsilo. Ein Ausflug lohnt sich aber nicht nur deswegen. Gleich nebenan hat sich die kleine aber feine Designboutique Mir – Schönes Schmückt eingenistet. Der Laden ist Juwelier und Fashionstore.

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Niederdorf – Altstadt

Das Niederdorf hat sich äusserlich zwar wenig verändert – noch immer ein beliebter Stadtteil für Touristen – hat sich das Angebot an Läden stark verschoben. Viele kleine Shops und Bars haben über die Jahre geschlossen und wurden durch grosse Labels wie Vero Moda, H&M und COS ersetzt. Ein paar Boutiquen konnten sich mit einem Mix an spannendem Angebot und guter Lage über die Jahre behaupten.

Der Schuhladen Fera an der Niederdorfstrasse ist bereits in zweiter Generation seit 1979 und bietet Lederwaren für Mann und Frau mit italienischem Flair.

Ethik Küsst Ästhetik ist das Mantra von Changemaker an der Marktgasse. Produkte aus fairer Produktion und naturbewusstem Umgang mit Materialien. Korbwaren aus Afrika, Wohnaccessoires, Geschirr und Mode.

Wer seine Shoppingtour hier beendet geht für Speis und Trank ins Baltho Restaurant & Bar im neurenovierten Hotel Marktgasse – mit dem Swiss Negroni kann man den Trend von Shop Local auch an der Bar fortführen.

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